MEIN HUT

Der grösste Teil meines Lebens war geprägt von Angst, Drama, Schmerz, Kampf, Mangel und Zurückweisung.

Ich wuchs mit einer Mutter auf, die mit den Jahren eine Alkoholsucht entwickelte. Und einem Vater der immer weniger präsent war. 

Wer sich ein wenig mit Suchtstrukturen auskennt, weiss, dass in einem solchen Umfeld kein Platz für die Entwicklung eines starken Selbst ist. 

Aus dieser Zeit nahm ich die unbewusste Überzeugung mit, nicht viel Wert zu sein. Die Bestätigung dieser Überzeugung sah ich im Verlust meines Vaters, der durch den Zustand meiner Mutter kaum mehr zu Hause war, noch den Kontakt suchte. 

Den Verlust und die Einsamkeit versuchte ich selbst mit Alkohol und Partys zu betäuben. 

Von 17 bis 25 war ich die meiste Zeit selbst im Schleier. 

Niemand meiner Freunde hat damals mitbekommen, wie es mir wirklich ging, oder wusste über den Zustand meiner Mutter. Manche bis heute nicht. 

Das Einzige, was ich damals hatte, war die Verbindung zur geistigen Welt. Ich wusste zu jedem Zeitpunkt das ich beschützt war und dass es was Grösseres gib, auf das ich vertrauen kann. Ich bekam Zeichen, Wahrnehmungen, Botschaften und wusste tief in mir das ich mein Leben irgendwann zum Guten wendet. 

Aus meiner Vergangenheit habe ich viel gelernt und lasse mich schon lange nicht mehr von ihr blockieren. Ich war schon früh auf mich selbst angewiesen und daraus ist eine Macher-Mentalität entstanden. 

Ich erkannte die Macht unserer Gedanken und das ich raus wollte aus dieser Destruktivität. 

Egal wie unglücklich wir auch aufgewachsen sind, wenn wir unser Mindset ändern, ändern wir alles. 

Wir können vom Opfer unserer Umstände, zum Schöpfer unseres Lebens werden. 

Alles, was wir dazu brauchen, ist Mut, die Bereitschaft, unsere Macht – und damit auch Verantwortung – anzunehmen und gute Mentoren. Mit diesen Zutaten habe ich mir ein Leben gestaltet, das mich morgens voller Freude aus dem Bett springen lässt, weil ich es nicht erwarten kann, den Tag zu beginnen.

Ist inzwischen bei mir alles eitel Sonnenschein? Nein, natürlich nicht. Ich habe auch weiterhin mal schlechte Tage, hadere mit mir und meiner Mission, hege Zweifel und stelle in Frage. Aber das ist nichts mehr im Vergleich zu meinem Mindset von vor ein paar Jahren, eher Erinnerungen an vergangene Muster.